
Auf der Leipziger Buchmesse vom 18. bis 21. März zeigt die Stiftung Buchkunst die internationale Aussstellung »Schönste Bücher aus aller Welt«. Dort werden Bücher aus 32 Ländern gezeigt, die schon in den nationalen Wettbewerben (wie z.B. »Die schönsten deutschen Bücher«) ausgezeichnet wurden und daraufhin am internationalen Wettbewerb teilnahmen.

Die Preisverleihung findet am Freitag, dem 19. März um 16.00 Uhr statt.
Außerdem gibt es druckfrisch den neuen Katalog »Die schönsten deutschen Bücher 2009«.
Kommentar schreiben 1. März 2010
Tanja Huckenbeck

Mit »NSCI«, einem Buch über die Corporate Identity der Nazis, hat Andreas Koop eine Thema angepackt, das man ohne weiteres auch als heißes Eisen bezeichnen könnte. Koop geht dabei sehr fundiert vor und stellt zunächst den historischen, politischen und ideologischen Zusammenhang her, um ausgehend davon das keineswegs nur einheitliche grafische Erscheinungsbild der Nazis zu untersuchen.
Dabei wird auch klar, dass es nicht um Design und Form an und für sich geht, nicht losgelöst von den Intentionen und Hintergründen. Die Auseinandersetzung geht dabei von den tragenden Symbolen wie Hakenkreuz, Reichsadler und Reichsflagge, über Farben, Schrift, Typografie bis hin zur Anwendung in Printmedien, Uniformierung, Inszenierung von Massenveranstaltung und zu den – damals – neuen Medien wie Film und Rundfunk.

Kein Lehrbuch im eigentlichen Sinne, aber eine Basis für eine Auseinandersetzung über Designgeschichte und über die Rolle von Design in der Gesellschaft, wichtige Diskussionen die leider weit über übliche Lehrpläne hinausgehen.
Verlag Verlag Hermann Schmidt Mainz
ISBN 9783874397681
Preis 29,80 Euro
1 Kommentar 22. Februar 2010
Peter Reichard

ArtSchoolVets hat ein zweiteiliges und gut viertelstündiges Interview mit Stefan Sagmeister geführt.
(Part 1 | Part 2)
Kommentar schreiben 19. Februar 2010
Peter Reichard

Oded Ezer ist einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste Designer und Typograf aus Israel. Ein Land dessen Design hier kaum wahrgenommen wird, insbesondere durch die für die meisten in Europa nicht zu lesende Schrift. Doch nicht nur aus »exotischen« Gründen ist es durch aus interessant sich die breite Vielfalt von Ezers Arbeiten näher zu betrachten. Mit viel Humor, spielerischem Umgang mit Zeichen und Buchstaben zeigt er wie Design schriftsystem-übergeifenden funktioniert.

»The Typographer’s Guide to the Galaxy« ist eine Art Werkschau seines Schaffens als Schriftdesigner zwischen Moderen und Tradition, als Grafikdesigner und als experimenteller Gestalter/Künstler. Und alle drei »Seiten« sind nicht von einander losgelöst, sondern Oded Ezer gelingt es immer diese mit einander zu verbinden.
Interviews und Artikel geben einen weiteren Einblick in sein Arbeitsweise, ebenso wie die gezeigten Auszüge aus seinen Skizzenbüchern.

Ein tolles Buch für alle, die Grafikdesign auch aus einem internationalen Gesichtspunkt aus kennen lernen und verstehen wollen.
1 Kommentar 19. Februar 2010
Peter Reichard
Wie ist das denn nun eigentlich mit diesen neuen OpenType-Schriften? Was können diese Fonts wirklich, und wie lassen sich die neuen Funktionalitäten sinnvoll einsetzen oder gar anpassen? Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele Gestalter immer häufiger – Schrifttechnologie wird zur Geheimwissenschaft.
Wer aber Typografie von höchster Qualität auf aktuellem Stand der Technik produzieren will, muss einen tiefen Blick ins Innenleben seines digitalen Buchstabenmaterials wagen und gegebenenfalls auch mal eingreifen können – und genau dies wird im Mittelpunkt des Seminars stehen. Die Grundlage hierfür bietet FontLab Studio.
Das Seminar am Sonntag den 7. März 2010 richtet sich an alle, die Schriften sinnvoll modifizieren oder – durch einen tieferen Einblick in die Schriftanatomie – ihre Typografie verbessern wollen. Um entsprechend weit in die technischen Raffinessen vorstoßen zu können, werden typografische Grundlagen sowie Grundkenntnisse in FontLab, wie sie etwa im Seminar »FontLab 1 – Von Glyphs, Blues und Neighbors« behandelt wurden, vorausgesetzt.
Aus dem Stoffplan
– Einführung zum aktuellen Stand der Fonttechnologie
– Glyphensatz und Sprachunterstützung
– Umformatierungen (PostScript / TrueType / OpenType)
– Programmierung von OpenType features (z.B. Ziffernsätze)
– PostScript Hinting
– Überprüfung von Schriften mit FontQA
Detaillierte Infos auf der Website der tgm.
Kommentar schreiben 19. Februar 2010
Peter Reichard

Christoph Koeberlin hat auf Typefacts noch mal zusammen gestellt, was man den Buchstaben nicht antun sollte.
»Der richtige Umgang mit Schrift ist manchmal schwieriger – und schwieriger zu erklären – als gedacht. Schon ein unbedachter Klick auf einen Button, der in einem Fall unproblematisch ist, kann mit einer anderen Schrift katastrophal enden …«
Kommentar schreiben 15. Februar 2010
Peter Reichard
Gemeinsam mit Richard Frick, einem Schweizer Kollegen, moderieren und betreuen Tanja und ich, die Informations- und Diskussionsgruppe »Schriftenlehre«. Dahinter steckt die Überlegung der Aus- und Weiterbildungsplattform mediencommunity 2.0 einen Raum für die Diskussion über Schriftklassifikationssysteme, Schriftgeschichte etc. und ihre Vermittlung im Rahmen von Ausbildung und Studium zu schaffen.
Die Gruppe ist als erweiterbares Wiki angelegt, wir freuen uns über eine rege Beteiligung und einen Austausch vor allem unter Ausbildern, Dozenten und Professoren. Aber auch alle anderen an Typografie Interessierten Kollegen sind herzlich eingeladen beim Ausbau des Wikis mitzuhelfen und zu diskutieren.
Kommentar schreiben 8. Februar 2010
Peter Reichard

Die »CA Normal™« von Stefan Claudius, Präsident von Cape Arcona, ist eine Hommage an die frühen europäischen und US-amerikanischen Groteskschriften. Insgesamt 15 Schriftschnitte in fünf Gewichten und drei Lagen (u.a. einer nach links geneigten Kursiven) sowie Kapitälchen, Ligaturen und Versal- sowie Mediävalzifferngibt es in der »Normal«.
Kommentar schreiben 2. Februar 2010
Peter Reichard

Der erste Dienstag im Monat ist mittlerweile immer sehr früh, so ist der Februar-Stammtisch bereits am 2. des Monats.
Auch diesmal wird es wieder einen kleinen Design- und Typografiebuch-Flohmarkt/Tauschbörse geben.
Beginn um 20 Uhr in der Weinstube, Taunusstraße 19 in Offenbach
Kommentar schreiben 29. Januar 2010
Peter Reichard
Vortrag von Mariko Takagi am 3. Februar im Zollverein, Gelsenkirchener Straße 181, 45309, Essen, Deutschland:
»Japan hat ihn (Roland Barthes) in die Situation der Schrift versetzt.«* Barthes gab seiner Publikation (1970), aber auch Japan den Titel: »Das Reich der Zeichen«. Ist es Barthes Schwärmerei für eine exotische Kultur? Inwiefern trifft diese Bezeichnung auf das heutige hoch technologisierte Land zu?
In keiner andere Kultur dieser Welt werden vier Schriftsysteme in der Darstellung einer Sprache verwendet. Der japanische Gestalter kann aus einem großen Schrift-Fundus schöpfen. Diese Vielfalt spiegelt sich in den phantasievollen und vielseitigen typografischen Ausdrucksmöglichkeiten wieder.
*) Barthes, Roland: Das Reich der Zeichen. Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1981
Mariko Takagi, Düsseldorf; Diplom-Designerin; Grafik-Designerin, Autorin, Gestalterin freier Buchprojekte, Dozentin für Typografie und Bildgestaltung, Vorträge
1 Kommentar 29. Januar 2010
Peter Reichard
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