3 Fragen an Miriam Schwack

7. März 2007 Peter Reichard

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Du hast vor kurzem dein Diplom zum Thema Raster- und Matrixschriften vorgestellt und dazu ein Buch mit solchen Schriften sowie Interviews mit verschiedenen Typedesignern veröffentlicht. Wie kamst du auf die Idee dich mit diesem speziellen Thema zu beschäftigen und was ist für dich der Reiz dieser konstruierten Schriften?
Die Idee kam durch ein Auslandssemester an der Hochschule der Künste in Bern (WS 05/06). Dort gab es die Möglichkeit bei André Baldinger einen Typoworkshop/-kurs mit der Thematik »Matrixschriften« zu belegen. Dieser Workshop ist dort generell für die Studenten, die sich im 2. Studienjahr befinden, Pflicht. Durch die Basis einer Matrix lässt sich lehrreich und schnell ein gleichmäßiges Schriftbild erzeugen. Aber bis man zu einer anspruchsvollen Matrix gelangte, war im Voraus viel aufwendige Recherche nötig. Ich stellte damals fest, dass »Matrixschriften« nicht nur die bekannten technischen Displayschriften sein müssen und das Feld doch größer ist, als man glaubt. Hinzu kam das Erfolgserlebnis meine erste eigene Schrift (Mirix) gestaltet zu haben und diese auch noch benutzen zu können. Dies gab mir die Motivation und den Reiz mich weiter mit der Thematik zu beschäftigen. Somit war mein Diplomthema geboren. Das Ergebnis ist das Buch »Vom Raster zur Matrix – Ein Einstieg in die Schriftgestaltung«. Dieses Buch versteht sich als ein einfacher Zugang in die Welt des Schriftdesigns. Aufgrund der Fülle und der rasanten Entwicklung technischer Möglichkeiten ist das allgemeine Interesse an Schriftgestaltung unter den Kreativen sehr hoch. Durch die Positionierung für Einsteiger wird nun jedem die Thematik des Schriftdesigns mit vielen verschiedenen Beispielen und einem Workshop theoretisch und technisch zugänglich gemacht.

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Gab/Gibt es an der FH Wiesbaden Professoren oder Lehrbeauftragte, die Typedesign unterrichten?
An der FH Wiesbaden selbst wird zur Zeit noch kein Typedesign unterrichtet. Aber ich weiß, dass Frau Prof. Wagner – unsere Typografie-Professorin – gerade an einem Kurskonzept für die Bachlorstudenten arbeitet. Sie organisiert sehr viel, um die Studenten für Typedesign zu motivieren und veranstaltet immer öfter Gastvorträge.

Wie würdest du den Typografie-Unterricht an der FH beschreiben bzw. bewerten?
Da kann ich, glaube ich, gar nicht so viel dazu sagen … Ich habe lediglich in meinem Grundstudium an der FH Wiesbaden die Pflichtkurse belegt. Da ich mich vor dem Studium noch nie mit Typografie beschäftigt hatte, war dies sehr wichtig und grundlegend für mich. Zuerst musste man ein Semester lang Schriften zeichnen und die Klassifikationen lernen. Danach wurde über zwei Semester die Typografie in der Anwendung gelehrt. Von daher hat es mir persönlich sehr viel gebracht. Alles weitere lernte ich erst (wie schon erwähnt) durch mein Auslandssemester an der HKB.

Wer Kontekt mit Miriam zu ihrem Buchprojekt aufnehmen möchte schreibt an: miriamschwack(at)gmx.de

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Kategorie: Typo-Interviews

1 Kommentar Kommentar abgeben

  • 1. TypeOff. » Blog Arc&hellip  |  März 21st, 2007 at 14:14

    […] Another highlight of the evening was Miriam Schwank, who recapped her Diplomarbeit from the Fachhochschule Wiesbaden. Miriam paid us a visit in October, and it was delightful to see the finished results of what she had then only begun. Spatium-magazin.de has a short interview with Miriam here. […]

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