3 Fragen an Ralf de Jong

9. April 2008 Peter Reichard

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Im Zuge der Vorbereitung der Tage der Typografie haben wir den Referenten je drei Fragen gestellt. Ralf de Jong wird im Rahmen dieser Veranstaltung am Abend des 23. Mai einen Vortrag über Highlights der Buchgestaltung halten:

Was ist deine liebste Schrift und warum ist es gerade die?
Die Monotype Bell. Weil sie wunderschön ist, eigenwillig und zickig. Historisch gesehen verweist sie auf ein Land, eine Zeit & eine Literatur, die ich liebe! Und, mutmaßlich, weil ich noch nie mit ihr gearbeitet habe. Ich liebe aus der Distanz und erspare mir (und ihr) die Enttäuschung!

Was macht für dich Typografie aus?
Typografie ist eine intellektuelle Aufgabe. Typografie ist abstrakt, indem die typografischen Zeichen völlig arbiträr sind. Und Typografie ist real, weil Texte, vorzugsweise literarische Texte, ganze Welten erschaffen. Diese erscheinen mir mitunter realer als die Parallelwelt, in der wir uns mit der Telekom, dem Finanzamt und anderen Menschheitsgeißeln herumschlagen.

Welches typografische Projekt würdest du gerne realisieren?
Ich würde gerne, nach dem niederländischen Schriftsteller Gerard Reve, das »Buch der Bücher machen, das alle anderen Bücher überflüssig macht, mit Ausnahme der Bibel und des Telefonbuches.« Nun, das Telefonbuch ist seit dem Internet eh erledigt. Bleibt noch die Bibel.

(Bildquelle: www.dejong-typografie.de, Vorsatzpapier des »Vornamenlexikon«) 

Kategorie: Typo-Interviews

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