Balancieren auf dem Gedankenstrich – ein Buch
21. Januar 2010 Peter Reichard

Im letzten Jahr bekam ich diese kleine Hommage an den Gedankenstrich von Irmgard Sonnen zugeschickt.
Das Buch kann zudem als Kalender genutzt werden. 80 Seiten japanische Bindung, Hardcover mit Schutzumschlag
und Lesefaden, zahlreiche ganzseitige Abbildungen im Format 16,0 x 23,0 cm
Kann man auf einem Gedankenstrich balancieren?- dieser Frage geht die Designerin mit ihrem neusten Buch nach, »das gewissermaßen zwischen Schweigen und Reden steht.
Wer schweigt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Reden und Schweigen.
Schweigen ist eine Strategie, wie man trotzdem erhört werden möchte, und verkörpert
einen Raum der Resonanz, in dem andere bemerken können, dass der Schweigende
schweigt, weil er schweigt. Was schweigt könnte viel reden.

Irmgard Sonnen stellt lesenswerte Analogien her, über das Unsagbare, die Lücke der Erinnerung, die Leerstelle, den Zwischenraum. Mit Texten von Heinrich Heine, Keinrich von Kleist, Christian Morgenstern, Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe, Walter Benjamin, Man Ray, Hans Brög, Karl Riha, Jürgen Kisters, Michael Kröger und v.a. sowie einem Nachwort von Wilhelm Schmid.
›Dieser Strich bedeutet ein schwarzes Sofa,
und darauf passierte die Geschichte, die ich nicht erzähle‹. (Heinrich Heine)
›Schweigen ist die innere Grenze des Gesprächs‹. (Walter Benjamin) «
Sicherlich sehr liebevoll gestaltet, doch so richtig überzeiugend fand ich persönlich das Buch nicht.
Preis 26,00 Euro
Verlag Queredo-Verlag
Kategorie: Typo-Magazine und Bücher
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