BOXHORN: »Schütze, was gut ist!«
19. Februar 2008 Peter Reichard

Im Februar 2008 erschien die 17. Ausgabe von BOXHORN mit dem Titel »Schütze was, gut ist!«. Das Magazin beschäftigt sich mit Fragen wie: Was finden wir gut? Wie finden wir etwas wirklich Gutes? Was tut uns gut und – tun wir Gutes? Wie können wir Gutes schützen? Ist all das, was geschützt wird, tatsächlich gut? Und wer schützt uns vor dem, was nicht gut ist?
Es gibt bislang keine DIN-Norm, in der nachzulesen wäre, was gut ist und was nicht. »Gut sein« fällt nicht in den Definitionsbereich des Deutschen Instituts für Normung. Dass Normen ein Grundgerüst des Lebens sind und man die Grundregeln kennen sollte, um sie kreativ zu brechen, berichtet Prof. Werner Gaede in unserem Interview über das »Abweichen von der Norm« als gerade schützenswertes Prinzip. Damit ist er in dieser Ausgabe der BOXHORN genau richtig. Ebenso wie Prof. Dr. Sabine Fabo, die für einen »Artenschutz des Unvollkommenen« plädiert.
Wir berichten über jene, die uns schützen wollen – ob vor geschmackloser Werbung oder der Verrohung der deutschen Sprache – und erklären, wie wir mit Hilfe des deutschen Markenrechtes selbst schützen können, was wir geschaffen haben.
Art-Direktor Mario Lombardo stellt uns beim Gespräch sein neuestes Werk vor – die Liebling – und wir zeigen Euch Dinge, die ihren Besitzern so lieb und teuer sind, dass sie sie seit Jahren aufbewahren und schützen.
Nicht nur gut reden, sondern auch Gutes tun heißt unsere Devise. Die BOXHORN berichtet über die Hilfsorganisation amigos de los niños, die von ehemaligen Aachener Design-Studenten ins Leben gerufen wurde und seit zehn Jahren Kindern in Mexico eine Ausbildung ermöglicht.
Schützen, was gut ist – und das auf allen Ebenen – war unser erklärtes Ziel. Selbstverständlich auch was die Produktionskosten dieser Ausgabe angeht. Bewusst wurde auf Recycling-Papier gedruckt – wo es uns möglich war, zweifarbig. Ebenso die Entscheidung, keine neuen Schriften zu erwerben, sondern auf bereits vorhandene zurückzugreifen und selbst neue Headline-Fonts zu erarbeiten.
Während wir damit beschäftigt waren, herauszufinden, was schützenswert ist, entstand ein Magazin über das, was die Attraktivität des Lebens ausmacht.

Boxhorn feiert dieses Jahr zudem sein 10-jähriges Jubiläum und gehört somit zu den ältesten Hochschul-Magazinen Deutschlands.

Spannend in der Verarbeitung ist das Magazincover, das – wenn nicht sorgsam behandelt – seinen Druck verliert. Rubbelfarbe mal anders eingesetzt. Gutes will eben geschützt sein.
Kategorie: Typo-Magazine und Bücher
3 Kommentare Kommentar abgeben
1. Danke II auf BOXHORN&hellip | März 7th, 2008 at 16:11
[…] Dank an slanted, desigerinaction, spatium, esib, grace und fabdoa. […]
2. tim | März 27th, 2008 at 01:24
Die nächst Ausgabe heißt bestimmt:
Wehret den Anfängen.
3. David | August 29th, 2008 at 08:56
Fast Tim. Die neue Ausgabe heißt:
Boxhorn und Mischpoke
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