Beiträge unter »Workshops & Vorträge«

Auf den 11. Tagen der Typografie am 9. bis 11. Oktober werden Tanja und ich einen Workshop über modulare Schriften anbieten. Modulare Schriften in Form von Pixelschriften spielen bei Computerinterfaces und digitalen Anzeigensystemen eine große Rolle und haben eine große Verbreitung in der aktuellen typografischen Landschaft. Gleichzeitig ist diese Phänomen von Schriften, die sich aus einem oder mehreren Bauteilen konstruieren lassen, keine Entwicklung des digitalen Zeitalters. Schon lange bevor man an Computer dachte, wurden für den Bleisatz modulare Schriften entwickelt, die den Setzern mehr Spielraum in der grafischen Darstellung ermöglichen sollten. Schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, insbesondere bei Schriften aus dem Umfeld des Bauhauses, das vor 90 Jahren gegründet wurde, fand diese typografische Methode Verwendung.

Wir wollen im Workshop den Bogen von der Tradition zur Moderne spannen und aufzeigen, welchen kreativen Spielraum man trotz vorgegebener Module erreichen kann, der von der einfachen Pixelschrift bis hin zu modular erstellten Display- oder Frakturschriften reicht. Die hier gezeigten Schriftzüge zeigen, was man auf der Basis von Modulen so alles machen kann. In diese Richtung wird auch der Workshop gehen.
17. Juli 2009
Peter Reichard

Paul Renner würde dieses Jahr seinen 130. Geburtstag feiern, die Futura wie wir sie heutzutage kennen wird 80 Jahre alt – Grund genug, auf dem 10-jährigen Jubiläum der Tage der Typografie einen Workshop zum Thema »Ein echter Renner!« zu halten.
Trotz Aussagen wie »Ich hätte ja gerne einen Workshop bei euch gemacht – aber nicht mit der Futura!« oder »Eigentlich finde ich die Futura total scheiße!« fanden sich 14 Teilnehmer in unserem Workshop zusammen, um eine Plakatserie (Konferenz, Ausstellung, Typewalk) zum Jubiläumsjahr zu gestalten.

Dazu gab es erst einmal zwei Vorträge mit inhaltlichem Input zur Person von Paul Renner sowie zur Entstehungsgeschichte der Futura sowie ein Brainstorming, das zu einem umfangreichen Stichwortschatz führte.
Nach kurzen Überlegungen, wie eine Plakatserie überhaupt zu konzipieren sei und welche Möglichkeiten der Wiedererkennung zur Verfügung stehen, gingen die Teilnehmer dann an die Arbeit. Schließlich waren zu diesem Zeitpunkt auch nur noch eineinhalb Tage Zeit …
Vor der eigentlichen Umsetzung wurden die Ideen und Konzepte innerhalb des Workshops präsentiert, dann ging es mit Schere, Stiften, buntem Papier und Klebstoff zur Sache. Abbildungen sowie Blindtext in verschiedenen Schnitten wurden von uns gestellt.


Wie immer bei den Workshops sah der Raum am Samstag Nachmittag etwas abenteuerlich aus, wurde jedoch am Abend mit tatkräftiger Hilfe aller Teilnehmer schnell wieder für die Präsentation am Sonntagmorgen ansehnlich hergerichtet.

Die unterschiedlichen Arbeiten, die in so kurzer Zeit entstanden sind, haben uns wirklich begeistert und beeindruckt, und uns hat der Workshop viel Spaß gemacht.

22. Juli 2008
Peter Reichard

Letzte Woche hatten wir am Donnerstag und Freitag im Rahmen der designfusion08 an der FH Trier einen Workshop zu konstruierter Typografie gemacht. Die Zusammensetzung war etwas ungewöhnlich, da an der FH nicht nur Kommunikationsdesigner studieren, sondern auch Innenarchitekten, Architekten, Schmuck- und Edelsteindesigner sowie Modedesigner. Und in unserem Workshop kam dann sogar noch ein interessierter Wirtschaftswissenschaftler vorbei. Also sehr bunt gemischt und mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen.

Trotzdem sind am Ende des Workshops spannende typografische Umsetzungen entstanden. Ausgehend davon, dass man – wenn auch eine etwas veraltetet – Typografie als das »Arbeiten mit vorgefertigtem Satzmaterial« bezeichnen kann, haben wir uns im Workshop statt auf alltäglichen »Satzmaterialien« wie Zuckerwürfel, Plastikbecher, Reiszwecken, Kreppband, Schokolade, Smarties und Tick-Tack konzentriert.
Leckerer typografischer Sehtest


Gut gebechert – Die Fraktion der Architekten


Lichterkettentypo

Karies & Schrift


Logodesign als süßes Versuchung?


Echte Pin-ups
17. Juni 2008
Peter Reichard

Auf den X. Tagen der Typografie haben Wolfgang und Ahmed vier Kurzfilme zu den Workshops aufgenommen und zusammengeschnitten. Die Filme (jeweils etwa 4 Minuten) könnt ihr euch auf der Website des IMK herunterladen.
5. Juni 2008
Peter Reichard

Trier, die Stadt von Karl Marx, der Porta Nigra, Mosel und Wein, hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick denkt. Die FH Trier mit den fünf Studiengänge Kommunikationsdesign, Modedesign, Innenarchitektur, Archiktektur und Schmuck- und Edelsteindesign veranstaltet vom 11. bis 15. Juni die designfusion08.
Die Studenten zeigen in einer großen Ausstellung über zwei Gebäude Semester- und Diplomarbeiten. Zusätzlich erwarten den Besucher interessante Vorträge von renommierten Designern wie Andreas Uebele, Oliver Kähler von Acht Frankfurt oder Christopher Bauder von WHITEvoid.com. Workshops, unter anderem über Illustration und Siebdruck, laden ein, die Ausstellung praxisnah zu erleben. Am Bewerbertag, der am 12. Juni stattfindet, werden Schulabgängern und Studieninteressierten die einzelnen Fachrichtungen näher gebracht, um dem Bewerber den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Am Abend eines Veranstaltungstages wird zu verschiedenen Events wie der Kurzfilmnacht oder der Diplom-Modenschau eingeladen.
Am 11. und 12. Juni werden wir dort einen zweitägigen Plakatworkshop unter dem Motto »Konstruktives/Plakatives – Inszenierte Typografie im Plakatdesign« anbieten.
29. Mai 2008
Peter Reichard

Auf unserem Workshop auf den diesjährigen Tagen der Typografie vom 22. bis 25. Mai werden wir uns einerseits mit Paul Renner, dem Schöpfer der Futura, beschäftigen und andererseits dies zum Anlaß nehmen, um Plakate bzw. eine Plakatserie mit den Workshopteilnehmern zu entwerfen.
Dabei erfahren die Teilnehmer mehr über Renner, seine Schriftentwürfe sowie seine Ideen zu Gestaltung und Typografie, aber auch über die Grundlagen der Plakatgestaltung. Im Workshop entstehen Einzelplakate oder Plakatserien für die fiktive Ausstellung »Ein echter Renner!«
Anmeldungen bitte bis 15. April auf dieser Website.
Als kleinen Vorgeschmack einige Anwendungsbeispiele der Bauerschen Gießerei zur Futura und der Steilen Futura:



8. April 2008
Peter Reichard

Seit November 2007 habe ich an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design einen Lehrauftrag für Typografie. Begonnen hab ich mit dem ersten Semester sowie mit Vorlesungen beim 5. und 6. Semester. Zur Kommunikation mit den Studentinnen und Studenten gibt es den Blog »Typografie an der FAKD«. Im Rahmen der Veranstaltung zu 50 Jahre FAKD haben zudem Tanja und ich je einen Vortrag gehalten.
17. Januar 2008
Peter Reichard

Vom 7. bis 9. November 2007 war ich auf Einladung des lettischen Verlegerverbandes in Riga, um dort einen Fachvortrag über Typografie in Grafikdesign und Buchgestaltung zu halten. Der Vortrag war mit ca. 50 Teilnehmern sehr gut besucht, und in den Pausen gab es einen interessanten Austausch über Typografie und Gestaltung.
Inhaltlich hatte ich den Vortrag in drei Teile aufgeteilt:
1. Grundlagen (Buchstabenformen, Versalsatz, Zeilenlänge und -abstand etc.)

Kleinbuchstaben bzw. gemischter Satz allgemein im Vergleich mit Versalsatz

Vergleich von Lesegrößen für verschiedene Zielgruppen (Erstleser, Erwachsene, Senioren)
2. Typografie in Grafikdesign (Schriftwirkung, Anwendungsbeispiele etc.)

Welchen Beruf könnte diese Schrift haben?
3. Typografie in Buchgestaltung (Pagina, Fußnoten, Lesetextschriften, mehrsprachiger Satz etc.)

Natürlich darf die klassische Satzspiegelaufteilung nicht fehlen.

Scan einer Doppelseite aus »Garamonds Lehrmeister« (Hardcover 2004 im Schweizer Limmat Verlag oder als Taschenbuch im Knaur Verlag erschienen)
Da mein Vortrag über fünfeinhalb Stunden ging, waren es insgesamt 190 Folien, und diese sind nur einige Beispiele. Der dritte Teil war der längste und ausführlichste, und einige der dort gezeigten Bücher hatte ich auch dabei. Sehr nett war die Idee eines Teilnehmers, ein FontBook mitzubringen – mein Gepäck war durch die anderen Bücher schon ziemlich schwer!
Die Zeit in Riga war wirklich sehr schön, nicht zuletzt durch Frau Pugaca vom Verlegerverband, die sich hervorragend um mich gekümmert hat. Es hat mir viel Spaß gemacht, mich mit Typo-Interessierten aus Lettland auszutauschen, und ich hoffe, ihnen hat es genauso gefallen.
22. November 2007
Tanja Huckenbeck
Ausgehend von der Figur des Graf Zahl aus der Sesamstraße hatten die Teilnehmer/innen unseres Workshops die Aufgabe, für eine seiner fiktiven Firmen ein Erscheinungsbild zu gestalten und auf dazu passende Medien anzuwenden. Die Firmen waren ein Blutspendedienst, eine Nachtflugschule, eine Cocktailbar und ein Bestattungsunternehmen.
Begonnen wurde mit einer kurzen Einführung zur Geschichte der »arabischen« (und eigentlich indischen) Ziffern, die wir heute verwenden. Im Anschluss daran folgten zwei Brainstormings zu Zahlen und Ziffern allgemein sowie in kleineren Gruppen zu dem jeweiligen Unternehmen. Nach der Präsentation der Ideen ging es dann an die Umsetzung.
Die Ergebnisse fielen völlig unterschiedlich aus und reichten von Sargbriefpapier über Blutspendeausweise bis zu einem Vampirumhang mit Waschanleitung. Allen gemeinsam ist jedoch die Berücksichtigung von Ziffern und Zahlen, die normalerweise in der Gestaltung eine untergeordnete Rolle spielen, sowie Witz und Kreativität bei der Bewältigung einer komplexen Aufgabe in kurzer Zeit.

Ein Sarg zum Selbstbauen: die Anleitung für das Modell »Töd« von Christoph Straßburger
Beitrag lesen ... 13. Juni 2007
Tanja Huckenbeck

Auf Einladung von Christine Holtze, Lehrerin an der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach, war ich heute im Rahmen der Projektwoche dort, um mit Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse einen typografischen Workshop zu machen. Nach einer Einführung über Berufe in der Medienbranche, der Bedeutung von Typografie und einem kurzen Einblick in Fonttechnologie waren die Teilnehmer(innen) selbst an der Reihe.
Sie bildeten Buchstaben aus Würfelzucker, entwickelten ein dynamisches Typo-Domino und nutzten Satzzeichen, um Menschen, Tiere und anderes darzustellen. Die Ergebnisse sind wirklich toll!
Beitrag lesen ... 23. Januar 2007
Tanja Huckenbeck
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