Ergebnisse des Corporate-Design-Wettbewerbs der Stadt Offenbach

16. Juli 2009 Peter Reichard

Letzte Woche besuchte ich die Ausstellung der insgesamt 38 Entwürfe für das neue Corporate Design der Stadt Offenbach, die noch bis Ende August im Klingspormuseum zu sehen ist. Die Entwürfe stammen alle von Studenten (4. bis 12. Semester) der HfG und sind unter Anleitung von Prof. Klaus Hesse entstanden. Auf der Website »klassehesse« sind alle Logos zu sehen. Der Siegerentwurf stammt von Lukas Wagner.

Für den Entwurf inklusive aller Nutzungsrechte hat die Stadt 15.000 Euro gezahlt. Hört sich erst einmal nach viel an, jedoch alles andere als ein marktgerechter Preis. So wird eine reguläre Ausschreibung unterlaufen und die Stadt fällt denen, die von Grafikdesign leben in den Rücken. Und das vor dem Hintergrund, dass sich die Stadt Offenbach als Partner und Vertreter der sogenannten Kreativwirtschaft darstellt. Wenn es ums Geld geht, hört der »Spaß« wohl auf. Danke.

Bleibt zudem abzuwarten ob das Design überhaupt umgesetzt wird. Klaus Hesse hat mit seienr Klasse bereits das Logo für die Nachbarstadt Mühlheim gemacht uns dort scheitert wohl zur Zeit die Umsetzung an den notwendigen Kosten.

Ich fand den Entwurf von Lukas Wagner auch als am ausgereiftesten und eine gute Wahl. Ob sich langfristig die Studenten und Klaus Hesse mit solchen Wettbewerben einen Gefallen tun, wage ich jedoch zu bezweifeln. Spätestens wenn die Studenten nach dem Studium solche Aufträge verlieren, da Crowdsourcing via Hochschulen günstiger als reguläre Auschreibungen und Auftragsvergaben sind, wird der bittere Nachgeschmack kommen

Der Sieger-Entwurf
Das »O« greift mit den Anlehnung an gebrochene Schriften die Schrifttradition Offenbachs auf, interpretiert sie aber der heutigen Zeit angemessen. Als Hausschrift schlägt er die Avenir vor.

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Hier einige weitere Entwürfe und Anwendungsbeispiele sowie Impressionen der Ausstellung
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Kategorie: Verschiedenes

3 Kommentare Kommentar abgeben

  • 1. Nick Blume-Zander  |  Juli 16th, 2009 at 19:58

    Kluturbüro: wie peinlich! ;-)

  • 2. Tanja Huckenbeck  |  Juli 17th, 2009 at 09:25

    Abgesehen von der berechtigten Kritik an der »Ausschreibungs«politik der Städte Offenbach und Mühlheim (wurde außer der HfG eigentlich noch jemand gefragt? zum Beispiel Studenten einer anderen Hochschule?) sowie der durchaus spannenden Frage, wann und ob die Umsetzung stattfindet, ist es für die Studenten natürlich eine gute Gelegenheit, an einem – hoffentlich – realen Projekt zu arbeiten, anstatt fürs Berichtsheft.

  • 3. spatium - Magazin für Ty&hellip  |  Juli 20th, 2009 at 14:19

    […] … ist vor dem Wettbewerb, denn jetzt gehen die Entwürfe für ein neues Erscheinungsbild der Stadt Offenbach in die Crowdsourcing-Runde. Wessen Meinung am Ende mehr zählt, die der hochkarätigen Jury oder die der ausgewiesenen Fachleute der Offenbacher Bevölkerung, wird dabei noch offen gelassen. Weiteres dazu hier, hier und hier. […]

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