Designschau an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule

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Es ist wieder soweit: Die Studierenden des Studiengangs Design der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg stellen ihre Diplomarbeiten der Öffentlichkeit vor. Die Kommunikations- und Mediendesigner zeigen, was sie im Studium an der Fakultät Design gelernt haben. Beginn der Ausstellung ist am Freitag, 5. Februar 2010, um 19.00 Uhr im Foyer der Fakultät Design in der Wassertorstraße 10.

Weitere Öffnungszeiten:
Samstag, 06. Februar 2010, von 10 bis 16 Uhr
Montag, 08. Februar 2010, von 9 bis 18 Uhr
Dienstag, 09. Februar 2010, von 9 bis 18 Uhr
Mittwoch, 10. Februar 2010, von 9 bis 18 Uhr

Kommentar schreiben 26. Januar 2010 Peter Reichard

Ich war noch niemals im New York

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3 Kommentare 25. Januar 2010 Tanja Huckenbeck

Am Anfang war die Litfaßsäule

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Im Buch »Am Anfang war die Litfaßsäule« wird die Firmenwerbung in Deutschland von ca. Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Mitte der 1950er Jahre ausführlich und mit vielen Abbildungen dargestellt. Diese Zeitspanne wird in historisch bedeutsame Abschnitte eingeteilt: bis 1900, bis 1918, bis 1933, bis 1945 und nach 1945.
So erfährt man in der Einleitung, warum der Begriff »Werbung« die »Reklame« verdrängte und im ersten Teil, wie im Zuge der Industrialisierung die Anfänge der Firmenwerbung aussahen – die Kinderschuhe sozusagen.
Im Laufe der Zeit wurde die Ausführung professioneller, und in nicht wenigen Fällen bezog sich Firmenwerbung auch auf aktuelle politische Themen, wie die Anzeige von Asbach »Asbach-Cognac in das Trinkwasser! Das gesunde Erfrischungs-Getränk unserer Krieger!« aus dem Jahr 1915.

Methoden der Werbung wie farbige Plakate, Postkarten und Sammelbildchen wurden gleichzeitig auch für politische bzw. Propagandazwecke eingesetzt. Ergänzt wir der historische Streifzug durch verschiedene Exkurse, in denen (damals) neue und zumindest kurzzeitig äußerst erfolgreiche Werbemethoden, -produkte und -figuren wie die Litfasssäule, Emailschilder, Feldpostkarten, Trickfilme oder »Lurchi« ausführlich vorgestellt wurden.

Für alle, die sich einen historischen Hintergrund über Werbung, aber auch Farb- und Formsprache verschaffen wollen, ist dieses Buch hervorragend geeignet.

Verlag Primus Verlag 2006
ISBN 978-3896782847
Seiten 144 Seiten
Preis 19,90 Euro

3 Kommentare 25. Januar 2010 Tanja Huckenbeck

Balancieren auf dem Gedankenstrich – ein Buch

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Im letzten Jahr bekam ich diese kleine Hommage an den Gedankenstrich von Irmgard Sonnen zugeschickt.
Das Buch kann zudem als Kalender genutzt werden. 80 Seiten japanische Bindung, Hardcover mit Schutzumschlag
und Lesefaden, zahlreiche ganzseitige Abbildungen im Format 16,0 x 23,0 cm

Kann man auf einem Gedankenstrich balancieren?- dieser Frage geht die Designerin mit ihrem neusten Buch nach, »das gewissermaßen zwischen Schweigen und Reden steht. 

Wer schweigt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Reden und Schweigen.
Schweigen ist eine Strategie, wie man trotzdem erhört werden möchte, und verkörpert
einen Raum der Resonanz, in dem andere bemerken können, dass der Schweigende
schweigt, weil er schweigt. Was schweigt könnte viel reden.

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Irmgard Sonnen stellt lesenswerte Analogien her, über das Unsagbare, die Lücke der
 Erinnerung, die Leerstelle, den Zwischenraum.

 Mit Texten von Heinrich Heine, Keinrich von Kleist, Christian Morgenstern,
Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe, Walter Benjamin, Man Ray, Hans
Brög, Karl Riha, Jürgen Kisters, Michael Kröger und v.a. sowie einem Nachwort von
 Wilhelm Schmid.


›Dieser Strich bedeutet ein schwarzes Sofa,
und darauf passierte die Geschichte, die ich nicht erzähle‹. (Heinrich Heine)

›Schweigen ist die innere Grenze des Gesprächs‹. (Walter Benjamin)

«

Sicherlich sehr liebevoll gestaltet, doch so richtig überzeiugend fand ich persönlich das Buch nicht.

Preis 26,00 Euro
Verlag Queredo-Verlag

Kommentar schreiben 21. Januar 2010 Peter Reichard

Stencil Type – Slanted Ausgabe 9

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In »Stencil. Type.« zeigt Slanted Schablonenschriften und deren modernen Anwendungen u.a. mit zahlreiche (Stencil-)Arbeiten von Profis und Studierenden vor (u.a. von Hauser, Schwarz, Mind Design, Ko Sliggers, Autobahn).

Slanted präsentiert weiterhin die innovativen Arbeiten von Gavillet & Rust und deren Fontlabel Optimo (Genf), die großformatigen Kunstwerke von Christopher Wool (New York), eine imposante Fotoserie aus Kabul von Francois Fleury (Paris) und vieles mehr. Die Rubriken »Fontlabels, Fonts & Families«, »Fontnames Illustrated« und »Typolyrics« stellen zeitgenössische Schriften und Designer aus aller Welt vor. Zu lesen gibt es Interviews mit John Boardley, Kouga Hirano und Chip Kidd sowie einen Type Essay von Hannes von Döhren.

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Die Kapitelseiten schmücken die von Hubert Jocham exklusiv für diese Ausgabe gestaltete Headlineschrift »NeoParts S9«, welche die Leser dieser Ausgabe auf Anfrage kostenlos erhalten. Der Einband ist mit einem Poster umhüllt – das Dritte aus einer Serie von vier Plakaten, die zusammen einen Satz bilden werden. PORN (#7) war der Anfang, mit 4 (#8) ging es weiter – TYPE (#9) stellt nun das dritte Puzzlestück dar.

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Kommentar schreiben 21. Januar 2010 Peter Reichard

Typoflocken

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Zu dieser kleinen Website bekam ich von Richard Stickel schon an Sylvester eine Mail, komme aber ers heute dazu euch auch zum typografischen Flocken generieren einzuladen. Schneien wird es sicherlich diesen Winter auch noch mal.

1 Kommentar 21. Januar 2010 Peter Reichard

»Grundkurs Grafik und Gestaltung« von Claudia Runk

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»Grundkurs Grafik und Gestaltung« könnte man als Fortsetzung des bereits 2006 erschienen »Grundkurs Typografie und Layout« ansehen. Letztendlich sind es jedoch zwei eigenständige Titel, auch wenn es einige wenige inhaltliche Überschneidungen gibt.

Als Einstiegslektüre in die Welt der Gestaltung bietet Claudia Runk einen Querschnitt durch die Welt von Farben, Formen, Schrift, Layout, Druck, Internet und  Bildern. Dabei werden teils technische, teils gestalterische Grundlagen vermittelt.

Die Gestaltungsbeispiele und Erläuterungen wirken jedoch, als ob die Zielgruppe eher Hobbygestalter als zukünftige professionelle Designer sind. Viele Ausführungen sind Allgemeinplätze, die aber auch nicht richtig erklärt werden bzw. orientieren sich nicht an Problemen aus der Praxis. Zudem lässt die Orientierung auf aktuelle Trends das Buch schnell veralten.

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Hier einige Zitate, die beispielhaft für den Charakter des Buches sind:
»Hat man die ehrenvolle Aufgabe, ein Druckerzeugnis für das Web umzusetzen, kann man häufig nur eine Farbe aus der Palette der websicheren Farben wählen – ein genaues Abbild der gedruckten Farbe findet sich selten.« (S. 181)

»Durch verbesserte Techniken in der Webprogrammierung sieht man nun häufig Rechtecke mit abgerundeten Ecken, was diese meist freundlicher macht.« (S. 126)
– Das hat nun wenig mit Webprogrammierung zu tun.

»Die Zapfino ist eine OpenType-Schrift von Hermann Zapf, die beispielsweise für Ligaturen einen eigenen Schnitt ausweist.« (S. 298)
– Gerade diese gesonderten Schnitte sind dank OT-Features nicht mehr nötig.

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Haarsträubend wird es, wenn die Autorin behauptet, dass die 3 mm Beschnitt deswegen nötig seien, da sich das Papier in der Druckmaschine bewegt. Würde das Papier sich in einer Druckmaschine 1–2 mm bewegen, sollte man schleunigst den Monteur des Maschinenherstellers kommen lassen oder eine neue Maschine kaufen. Zudem würden solche Standdifferenzen zwar Schwierigkeiten bei der Verarbeitung bringen, nicht aber im Druck selbst, da sich ja das gesamte Druckbild auf dem Bogen verschöbe.

Die von der Lektorin im Vorwort angepriesenen Vorher-Nachher-Beispiele sind zwar meist handwerklich einigermaßen in Ordnung, aber alles andere als ausdrucksstarkes und ausgefallenes Design.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich zwar um einen Grundkurs handelt, aber dies kein Grund für verflachte und verkürzte oder gar falsche Inhalte sein sollte.

Autor Claudia Runk
Verlag Galileo Design
Seiten 310
ISBN 978-3-8362-1437-7
Preis 24,90 Euro

1 Kommentar 11. Januar 2010 Peter Reichard

»Retrofonts« von Gregor Stawinski

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»Retrofonts« ist ein Schriftkompendium oder Schriftmusterbuch, welches Schriften nach verschiedenen historischen Epochen gliedert. Dies geschieht jedoch nicht ausgehend vom Datum der Veröffentlichung einer Schrift, sondern nach ihrer Wirkung bzw. ausgehend von den durch die Schrift entstehenden Assoziationen.
In insgesamt neun große Epochen von Historismus über Jugendstil, Art Deco bis hin zur Schweizer Typografie oder der Punk-Bewegung sind die Schriften sortiert. Ergänzt werden diese entweder mit historischen Abbildungen der Zeit oder mit aktuellen Designs, die aber den jeweiligen Stil der Epoche imitieren. Diese Abbildungen werten die reinen Schriftmuster – eine Seite pro Schrift – auf.

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Größtenteils ist die Zuordnung der Schriften zu den Epochen gut gelungen. Lediglich bei der mit »Führerkult und Volksempfänger – Traditionsverbunde Typografie« bezeichneten Kategorie geht meiner Meinung nach allzuviel durcheinander. So findet man hier diverse gotische Schriften, aber auch Antiqua, serifenlose und serifenbetonte Schriften ebenso wie Pinselschriften.
Die Futura von Paul Renner wurde auch nach 1933 genutzt, aber ist zu Recht bei »Elementare Typografie« eingeordnet, während wiederum konstruierte serifenlose Schriften wie Memphis, Rockwell, Stymie unter »Führerkult und Volksempfänger« eingeordnet wurden. Geradezu geschmacklos ist die dortige Platzierung der »Albertus« vom Berthold Wolpe, der diese 1940 im Londoner Exil gestaltete.

Die zusätzliche Kategorisierung »Traditionsverbundene Typografie« macht es noch problematischer. Rockwell und Co. sind also traditionsverbundene Schriften?

Dass die Nationalsozialisten häufig zwischen traditioneller und rückwärtsgewandter sowie gleichzeitig moderner Ästhetik wechselten, wird durch die Darstellung in Buch und die Kategorisierungen der Schriften nicht klar. Hierzu wäre es gut gewesen einige Aspekte des Buches »NSCI« zu integrieren.

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Ebenso seltsam mutet die Zuordnung der Schrift »Bauhaus« zur Kategorie »Flowerpower« an oder die Zusammengruppierung von Schweizer Typografie und Space Age-Schriften – seltsamerweise gibt es für die sog. Space-Age-Schriften keine Beispiele aus der Zeit.

Etwas ausführlichere Beschreibungen der Epochen hätten den Aspekt der Wissensvermittlung noch etwas verstärkt und das Buch noch aufgewertet ohne dass man das Buch »Retrodesign« sich damit sparen würde.

Da nicht nur kommerzielle, sondern auch viele Freefonts gezeigt werden, wurden diese – insgesamt 222 – auf einer beiliegenden CD-ROM zusammengefasst.

Autor Gregor Stawinski
Verlag Hermann Schmidt
ISBN 978-3-87439-784-1
Preis 49,80 Euro

8 Kommentare 11. Januar 2010 Peter Reichard

Hello bold monday

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Lange wurde der Start der Website des Labels bold monday von Paul van der Laan und Pieter van Rosmalen angekündigt, gestern – an einem Montag – war es dann so weit.

Kommentar schreiben 5. Januar 2010 Peter Reichard

PT Sans von ParaType

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Das russische Schriftenhaus ParaType stellt die recht umfangreiche Schriftfamilie »PT Sans« als kostenfreien Font im TrueType-Format zur Verfügung. Die »PT Sans«, als Pro-Version, besteht aus acht Schnitten: Regular und Italic, Bold und Bold Italic, Narrow und Narrow Bold sowie Caption und Caption Bold.

Kommentar schreiben 4. Januar 2010 Peter Reichard

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